Kürzlich wurde ich von der Eigentümerin eines etwa 250 Jahre alten Bildes in Klostertechnik um Hilfe gefragt. Ihr Erbstück war ungerahmt und in einem erbärmlichen Zustand. Aufgezogen auf einem dicken Papier mt einem 5mm Holzrähmchen als Unterlage, hatte es sich teilweise vom Hintergrund gelöst. Das alles in Ordnung zu bringen, ohne den Charakter zu verändern, sollte keine leichte Aufgabe werden.

Das Bild stellt den Hl. Antonius von Padua dar und ist auf Papier gemalt. Die Fäden der Umrahmung bestehen aus Draht. Hier war einige Befestigungsarbeit zu leisten. Verloren gegangene Teilchen mussten farbangepasst ergänzt werden. Schließlich wurde ein Rahmen nach Maß hergestellt und der für Klosterbilder übliche Kasten mit drei cm Tiefe angefertigt. Die Goldborte stellt die perfekte Verbindung zwischen Rahmen und Bild dar.

Bei der Frage nach dem richtigen Glas war ich mir unschlüssig. Sollte ich ein altes, handgefertigtes oder ein modernes, entspiegeltes Glas einsetzen. Ich entschied mich für die zweite Variante, weil der Betrachter ja die Pracht des Bildes genießen will. Das Bild ist 15cm breit und 20cm hoch. Die Restaurierung war eine echte Herausforderung. Ich habe sie angenommen und bin stolz auf das Ergebnis. [Klosterarbeiten]

Hl. Antonius restauriert